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2Arbeitsablauf

Kurz gesagt

Eine Analyse besteht aus sechs Schritten: Projekt anlegen, Standort festlegen, Höhendaten prüfen, PV-Flächen einzeichnen, Betrachtungspunkte an den zu prüfenden Orten setzen und die Simulation starten. Danach steht der Bericht mit allen Ergebnissen bereit. Die „To-Do-Liste“ im Editor zeigt jederzeit, welche Angaben für den Start noch fehlen. Eine Auswertung umfasst oft mehrere Durchgänge mit geänderten Eingaben (Abschnitt 2.5).

2.1 So geht's

  1. Projekt anlegen. Im Dashboard „Neues Projekt“ wählen und einen Namen eintragen. Das verbraucht einen Projekt-Token; das Projekt erhält 30 Simulations-Tokens. Ein Demo-Projekt ist einmalig ohne Projekt-Token möglich (Kap. 3, Kap. 4).
  2. Standort festlegen. Über „Adresssuche“ zum Standort gehen und unter „Projektbereich“ den Mittelpunkt grob in die Mitte der geplanten PV-Flächen setzen: ein Kreis mit 3 km Radius, in dem alle PV-Flächen liegen müssen. Anschließend in den „Projekteinstellungen“ die vorgeschlagene „Zeitzone“ prüfen; alle Zeiten in Simulation und Bericht sind Normalzeit / Standardzeit dieser Zone (Kap. 5).
  3. Höhendaten prüfen. Im Menü „Höhendaten“ festlegen, woher die GOK stammt. Ein Geländemodell ist optional, aber Voraussetzung für Geländeansicht, Zonen der Querneigung und Geländeverdeckung (Kap. 6).
  4. PV-Flächen erfassen. Mit „Neue PV-Fläche“ Anlagentyp und Erfassungsweg wählen, dann Ausrichtung, Höhen und Modultyp setzen (Kap. 7, Kap. 8). Bei Freiflächen das Gelände der Fläche festlegen (Kap. 7.5, Kap. 7.6).
  5. Betrachtungspunkte setzen. Mit „Neue Gruppe“ eine Gruppe anlegen, Punkte setzen und die Augenhöhe eintragen; ein Sichtfeld ist optional (Kap. 9).
  6. Simulation starten. Ist die To-Do-Liste leer, „Simulation starten“ wählen; das kostet einen Simulations-Token (Kap. 12). Danach im Bericht Filter je Gruppe setzen, das Deckblatt ausfüllen und mit „Als PDF erstellen“ das PDF erzeugen (Kap. 14).
Dialog „Neues Projekt“ mit Projektname, Beschreibung, Kosten 1 Projekt-Token und Hinweis auf 30 Simulations-Tokens
Schritt 1: „Neues Projekt“ im Dashboard. Der Dialog zeigt Kosten und verfügbare Projekt-Tokens.
Editor mit Hauptmenü links, einer PV-Fläche und zwei Punktreihen entlang einer Straße; unten „Projekt vollständig — bereit für die Simulation.“
Schritte 2 bis 5 erledigt: Das Hauptmenü führt durch die Angaben, die Meldung unten ersetzt die To-Do-Liste, sobald nichts mehr fehlt. Beispielprojekt mit fiktiver Anlage; Luftbild: © GeoBasis-DE/LGB (2026), dl-de/by-2-0.
Dialog „Simulation starten“: Kosten 1 Simulations-Token, verfügbar 30 in diesem Projekt, Hinweis auf die schreibgeschützte Version, optional Batch-Analyse
Schritt 6: Der Startdialog nennt die Kosten und sichert den Stand als schreibgeschützte Version.

Die Reihenfolge der Schritte 3 bis 5 ist frei. Bis der Projektbereich festgelegt ist, sind im Editor nur „Adresssuche“ und „Projektbereich“ freigegeben.

2.2 Optionale Angaben

Angabe Wirkung Kapitel
Ausschlussbereiche nehmen modulfreie Teilflächen aus Kap. 7.7
Hindernisse verdecken Sonne und Reflexionen im Nahbereich Kap. 10.1
Fernverschattung berücksichtigt Berge und fernes Gelände je PV-Fläche Kap. 10.2
Voranalyse zeigt die Reflexionsrichtungen vor dem Setzen der Punkte; ohne Token Kap. 11

2.3 Vor dem Start

Solange die „To-Do-Liste“ Einträge enthält, ist „Simulation starten“ gesperrt; ein Klick auf einen Eintrag führt zur betroffenen Stelle. Beim Start prüft der Server zusätzlich Tarifgrenzen, Speicher, Token-Guthaben und die Lage der PV-Flächen im Projektbereich.

2.4 Worauf achten

  • Projektbereich: einmalig; ein falsch gesetzter Bereich erfordert ein neues Projekt (Kap. 5).
  • Zeitzone: Der Vorschlag wird für den Mittelpunkt des Projektbereichs ermittelt, ersatzweise aus dem Längengrad geschätzt; prüfen, weil die Grenzen der Zeitzonen nicht den Längengraden folgen. Wählbar sind UTC−12 bis UTC+14 einschließlich der Zonen mit halben und Dreiviertelstunden (Kap. 5).
  • Simulationsversion: Nach erfolgreichem Abschluss legt der Server den Stand beim Start als schreibgeschützte Kopie an („… · Sim-Backup …“), an der die Ergebnisse hängen, auch wenn der Browser zwischendurch geschlossen war; weitergearbeitet wird in der bisherigen Version (Kap. 4).
  • Je Konto läuft jeweils eine Simulation; ein weiterer Start während eines Laufs wird abgewiesen.

2.5 Iteratives Arbeiten

Eine Auswertung entsteht selten in einem einzigen Lauf. Typische Anlässe für mehrere Durchgänge:

  • Nicht genau bekannte Anlagenparameter: Sind Ausrichtung, Neigung oder Modultyp einer bestehenden Anlage nicht genau bekannt, werden sie variiert, bis die Simulation beobachtete oder gemessene Blendzeiten nachbildet.
  • Lösungssuche: Bei festgestellter Blendung werden Ausrichtung, Neigung, Modultyp oder Abschirmungen geändert, bis das Ergebnis den gewählten Richtwert einhält.
  • Unsichere Eingaben: Sind Höhen oder Augenhöhen nur grob bekannt, zeigen mehrere Läufe, wie stark das Ergebnis davon abhängt.
Funktion Beitrag zum iterativen Arbeiten Kapitel
Sim-Backup jeder Lauf bleibt mit seinem Eingabestand und Bericht erhalten; ein früherer Stand lässt sich öffnen und über „Duplizieren“ weiterbearbeiten Kap. 4
Notizen je Version Anlass und Annahmen eines Laufs bleiben an der Version festgehalten Kap. 4
Voranalyse zeigt die Reflexionsrichtungen einer geänderten Planung vor der Simulation, ohne Token Kap. 11
Filter im Bericht Richtwerte und Filter wirken sofort, ohne neue Simulation Kap. 14
Batch-Analyse (Pro) bis zu 20 Varianten von Azimut, Neigung, Modultyp und Doppelausrichtung in einem Lauf Kap. 13
Versionsvergleich (Pro) Kennzahlen von 2 bis 5 Varianten nebeneinander Kap. 13
Worst-Case-Kombination (Pro) ungünstigster Fall über die Varianten als eigener Bericht Kap. 13