Kurz gesagt
Der Bericht zeigt je Betrachtungspunkt, an wie vielen Tagen, wie lange und wie hell Reflexionen auftreten, mit Tabellen, Diagrammen und Karten. Filter legen fest, welche Reflexionen als Blendung gezählt werden, zum Beispiel nur solche im Sichtfeld oder oberhalb einer Helligkeitsschwelle; sie lassen sich ändern, ohne neu zu simulieren. Aus dem Bericht entsteht das PDF.
14.1 So geht's
- Nach der Simulation „Zu den Ergebnissen“ wählen; später öffnet das Berichtssymbol an der Version unter „Versionen & Ergebnisse“ den Bericht.
- Je Gruppe von Betrachtungspunkten die Filter einstellen: „Filter ändern“, Filter wählen, „Filter anwenden“ (Abschnitt 14.3).
- Die Ergebnisse je Gruppe und je Punkt lesen (Abschnitt 14.2).
- Das Deckblatt ausfüllen: Titel, Datum, Bearbeiter, optional Auftraggeber und eigenes Logo.
- „Als PDF erstellen“ und danach „PDF herunterladen“.
Alle Anpassungen werden automatisch mit der Simulation gespeichert. Der Bericht am Bildschirm entspricht Seite für Seite dem PDF. Bedienbar ist er nur am Computer.
Aufbau: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Projektübersicht, PV-Flächen, Hindernisse (wenn erfasst), Betrachtungspunkte, Ergebnisse je Gruppe (Filter, Übersicht, Einzelergebnisse je Punkt) und Anhang mit Geodaten, Modultypen, Höhendatenquellen, Simulationsparametern, Annahmen und Glossar; je nach Projekt auch Trackerkurven, Fernverschattung, differenzierte Querneigung, Hindernisse, Geländeverdeckung und Ausschlussbereiche.
Version und Rechenstand. Das Deckblatt nennt die Version von PV-GlareCheck und den Rechenstand der Simulation, etwa „Rechenstand 2026.10.11-5_1a2b3c4d“: Rechenversion und Kennung der Rechenschalter, mit denen gerechnet wurde. Unter dieser Kennung zeigt die Qualitätssicherung die Prüfergebnisse genau dieses Stands (Kap. D). Simulationen vor dem 11.10.2026 tragen „Rechenstand nicht erfasst“; eine Worst-Case-Kombination aus Simulationen mit verschiedenem Stand nennt ihn je Quelle (Kap. 13).
14.2 Ergebnisse lesen
14.2.1 Kennzahlen
| Kennzahl | Bedeutung |
|---|---|
| „Gesamte Blenddauer pro Jahr“ | Summe aller als Blendung gezählten Minuten des Jahres |
| „Max. tägliche Blendung“ | längste Blenddauer an einem Tag |
| „Tage >0 / >30 / >60 / >120 min Blendung“ | Anzahl der Tage über der jeweiligen Dauer; genau 30 min zählt nicht zu „>30“ |
| „Max. Leuchtdichte“ | höchste Leuchtdichte einer sichtbaren Reflexion in cd/m² |
| „Max. Beleuchtungsstärke“ | höchste Beleuchtungsstärke am Auge in lx, alle Flächen eines Zeitpunkts zusammen |
| „Min. Abstand Blickachse“ | kleinster Winkel zwischen Blickrichtung und Blendquelle; nur mit Sichtfeld |
| Zeichen | Bedeutung |
|---|---|
| „—“ | keine Reflexion aufgetreten |
| 0 | Reflexionen aufgetreten, aber durch die Filter entfernt |
| „/“ | alle Reflexionen weggefiltert, kein Winkel zur Blickachse berechenbar |
| „…“ | wird noch berechnet |
Eine Minute zählt einmal, auch wenn mehrere PV-Flächen gleichzeitig blenden. Alle Uhrzeiten sind Standardzeit des Projekts ohne Sommerzeit. Die Werte gelten für wolkenlosen Himmel an jedem Tag und sind damit Höchstwerte (Kap. VII).
14.2.2 Abbildungen
| Abbildung | zeigt |
|---|---|
| „Blendzeitpunkte (Tag × Uhrzeit)“ | wann im Jahr und zu welcher Uhrzeit Blendung auftritt; waagerecht die Tage, senkrecht die Uhrzeit |
| „Tägliche Blenddauer“ | Minuten je Tag; der höchste Balken ist die maximale tägliche Blendung |
| „Intensitätskodierte Blendzeitpunkte“ | wann die hellsten Reflexionen auftreten, nach Leuchtdichte bzw. Beleuchtungsstärke eingefärbt |
| Ergebniskarte | Lage des Punkts und seines Sichtfelds zur Anlage |
| „Reflexionskarte (Draufsicht)“ (optional) | aus welchen Richtungen Reflexionen ankommen; die Linien zeigen Richtungen, keine genauen Blendorte |
| „3D-Perspektive“ (optional) | die Anlage aus Sicht des Punkts: wo im Blickfeld die Blendquelle liegt, wie groß sie erscheint und wie nah an der Sonne |
Farbig dargestellt ist gezählte Blendung, grau, was die Filter entfernt haben. Beim Überfahren nennt der Hinweis den zuständigen Filter. Reflexionskarte und 3D-Perspektive zeigen wahlweise das ganze Jahr oder einen einzelnen Zeitpunkt; die beiden optionalen Seiten kommen mit „In Bericht aufnehmen“ ins PDF.
14.3 Filter
Die Simulation speichert alle geometrisch möglichen Reflexionen. Welche davon als Blendung zählen, legen die Filter fest, getrennt je Gruppe. Eine Änderung rechnet nur den Bericht neu, keine Simulation. Die Filterkarte am Anfang jeder Gruppe dokumentiert die Einstellung im PDF.
| Filter | eine Minute zählt nicht, wenn … | Voreinstellung |
|---|---|---|
| „PV-Fläche verschattet“ | die Sonne die Fläche nicht erreicht (Hindernis, Horizont) | an |
| „Reflexion durch Hindernis blockiert“ | Hindernis oder Gelände die Sicht versperren | an |
| „Außerhalb Sichtfeld“ | die Reflexion außerhalb des Sichtfelds liegt | an |
| „Leuchtdichte ≥“ | die Leuchtdichte unter dem Wert liegt | an, 30.000 cd/m² |
| „Beleuchtungsstärke ≥“ | die Beleuchtungsstärke am Auge unter dem Wert liegt | aus, 50 lx |
| „Sonnenüberlagerung ≤“ | Reflexion und Sonne höchstens den Winkel auseinander liegen | aus, 10° |
| „Min. Sonnenhöhe ≥“ | die Sonne tiefer steht | aus, 3° |
| „Vertikale Blendquelle ≤“ | die Blendquelle höchstens so hoch erscheint | aus, 0,3° |
| „PV-Flächen“ | die Reflexion von einer abgewählten Fläche stammt | alle enthalten |
Zusatzbedingungen verfeinern einzelne Filter: „+ niedrige Sonne ≤“ beschränkt die Sonnenüberlagerung auf tiefe Sonnenstände, „AUSSER Abstand zur Blickachse <“ hält Reflexionen nahe der Blickrichtung trotz Beleuchtungsstärke- oder Größenfilter.
Welche Einstellung einem Leitfaden entspricht, steht in Teil VI je Schutzgut (Kap. VI.1 bis Kap. VI.4); wie jeder Filter rechnet, in Kap. V.8. „Als Preset speichern“ hält eine Einstellung für alle eigenen Berichte fest, „Zusätzlich anwenden auf:“ überträgt sie auf weitere Gruppen.
14.4 PDF, Excel, Abbildungen
- PDF: „Als PDF erstellen“ erzeugt das PDF aus genau diesem Bericht. Bei großen Projekten dauert das einige Minuten; der Fortschritt wird angezeigt. Ist etwas nicht vollständig geladen, etwa eine Karte oder eine Kennzahl, entsteht kein PDF, und die Meldung nennt den Grund; danach kann das PDF erneut erstellt werden.
- Excel (Pro): Kennzahlen je Punkt ungefiltert und gefiltert, je PV-Fläche und als Detaildaten mit einer Zeile je Minute mit Reflexion, Punkt und Fläche; weggefilterte Reflexionen bleiben enthalten und sind in Filterspalten gekennzeichnet. Bei mehr als 50 Punkten wird der Export auf mehrere Dateien in einem ZIP verteilt (Tarif, Kap. 3).
- Abbildungen: Jede Abbildung lässt sich über ihre Werkzeugleiste kopieren oder als PNG herunterladen, mit Legende und Quellenzeile.
- Demo-Projekte tragen auf jeder Seite das Wasserzeichen „DEMO“; der Excel-Export nennt es im Blatt „Erklärung“. Dort stehen auch Produktversion und Rechenstand.
14.5 Worauf achten
- Ein neuer Bericht ist schon gefiltert, unter anderem mit „Leuchtdichte ≥ 30.000 cd/m²“. Für eine Auswertung nach LAI oder OVE wird dieser Filter ausgeschaltet (Kap. VI.1).
- „0“ und „—“ sind verschieden: „0“ heißt, Reflexionen wurden weggefiltert; „—“ heißt, es gab keine.
- Sichtfelder, Hindernisse und Modultypen wirken erst in einer neuen Simulation; Filter dagegen sofort.
- Karten: Grundkarte ist das amtliche Luftbild, wo es verfügbar ist; jede Karte trägt ihren Quellenvermerk. Fällt der amtliche Dienst aus, zeigt die Karte vorübergehend Google Satellit und meldet das.
Details: Optionen, Seiten, Grenzen der PDF-Erzeugung
Bericht-Optionen. „Optionen“ stellt für alle Karten die Grundkarte und die Karten-Overlays (mit Deckkraft) ein und bestimmt, ob heruntergeladene Abbildungen ihre Überschrift tragen. An jeder Karte lassen sich Grundkarte, Ausschnitt und, wo vorhanden, die Bemaßung einzeln wählen; das wird gespeichert.
Seiten. Jedes Kapitel, jede PV-Fläche, jede Gruppe und jeder Betrachtungspunkt beginnt auf einer neuen Seite; die Aufteilung ist automatisch. Das Inhaltsverzeichnis ist anklickbar, hat aber keine Seitenzahlen. Bei höchstens 50 Betrachtungspunkten ist die Reflexionskarte voreingestellt aufgenommen, die 3D-Perspektive nie.
PDF-Erzeugung. Abbruch nach 180 s ohne Fortschritt oder 15 min Gesamtdauer; höchstens 20 PDF-Anforderungen je Stunde. Liegt zum selben Stand schon ein PDF vor, steht es sofort bereit. Kurze Serverunterbrechungen beim Laden werden automatisch wiederholt; bleibt ein Abruf erfolglos, zeigt der Bericht ein Banner und sperrt das PDF.
Große Simulationen. Für die Ansicht eines einzelnen Zeitpunkts wird der Tag bei Bedarf nachgerechnet; nach einer Änderung des Rechenstands (Rechenversion oder Rechenschalter) weist der Bericht darauf hin (Kap. V.7).