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13Varianten: Batch, Versionsvergleich, Worst-Case

Kurz gesagt

Planungsvarianten mit anderer Ausrichtung, Neigung oder anderem Modultyp können als Batch-Analyse in einem Lauf gerechnet werden. Der Versionsvergleich stellt ihre Ergebnisse nebeneinander; die Worst-Case-Kombination führt sie zu einem ungünstigsten Fall zusammen. Alle drei Funktionen gehören zum Tarif Pro.

Funktion Ergebnis Tokens
Batch-Analyse je Variante eine schreibgeschützte Version mit eigenem Bericht 1 je Variante
Versionsvergleich Ansicht der Kennzahlen nebeneinander, erzeugt nichts keine
Worst-Case-Kombination neue schreibgeschützte Version mit eigenem Bericht keine

Vergleich und Kombination arbeiten nur mit Varianten aus demselben Batch-Lauf; so haben alle dieselben Betrachtungspunkte und dieselbe Zeitauflösung.

13.1 Batch-Analyse

  1. „Simulation starten“ öffnen (Kap. 12) und unter „optional“ die „Batch-Analyse“ wählen.
  2. Mit „Variante“ Varianten hinzufügen (bis zu 20). Jede neue übernimmt die Werte der vorherigen, die erste die aktuelle Planung. „Zeile duplizieren“ kopiert eine Variante.
  3. Je Variante und PV-Fläche die Werte ändern und einen eindeutigen Versionsnamen vergeben (vorbelegt „Batch-V1“, „Batch-V2“ …).
  4. „Batch starten“. Alle Tokens werden auf einmal abgebucht; der Server prüft jede Variante wie eine einzelne Simulation; die meisten Meldungen nennen die Variante („Variante V‹k›: …“).
  5. Die Varianten rechnen nacheinander, auch im Hintergrund. Jede wird eine Version mit dem Kennzeichen „Batch N“; die Berichte öffnen sich über „Versionen & Ergebnisse“.
Typ der PV-Fläche variierbar
Freifläche, aufgeständert „Azimut“, „Neigung“, „Modultyp“, „Doppelausr.“
dachparallel „Neigung“ (nicht, wenn sie aus den Kantenhöhen berechnet wird), „Modultyp“
Fassade, Tracker nichts; laufen unverändert mit

Betrachtungspunkte, Hindernisse, Gelände und alle übrigen Eingaben sind in allen Varianten gleich. Erlaubt sind Azimut 0 bis unter 360° und Neigung 0–90° (dachparallel 0–89°) mit höchstens einer Nachkommastelle bei geänderten Werten; andere Werte brechen den Start mit Meldung ab. Je Variante werden 100 MB Speicher vorausgesetzt.

Ist an einer PV-Fläche der Planung eine Querneigung eingeschaltet (automatisch, von Hand oder in Zonen), ist „Batch starten“ gesperrt; Tracker sind ausgenommen. Der Hinweis lautet „‹PV-Fläche›: Querneigung ist aktiviert. Eine Batch-Analyse mit Querneigung ist nicht möglich — Querneigung ausschalten oder die Varianten als eigene Versionen rechnen.“ Bei dachparallelen Flächen mit berechneter Kantenhöhe folgt diese wie im Editor der Neigung.

13.2 Versionsvergleich

  1. Im Bericht „Versionen vergleichen“ wählen.
  2. 2 bis 5 Versionen desselben Batch-Laufs auswählen und „Vergleichen“.
  3. Die Ansicht zeigt je PV-Fläche Azimut, Neigung, Modultyp und Doppelausrichtung, Abweichungen hervorgehoben, und je Gruppe von Betrachtungspunkten je Punkt und Version: Blenddauer im Jahr, größte Dauer an einem Tag, Tage mit Blendung und eine Summe.
  4. Voreingestellt gelten die Filter des geöffneten Berichts. „Filter ändern“ wirkt nur auf den Vergleich, nicht auf den Bericht (Kap. V.8).

PV-Flächen werden nach ihrer Reihenfolge in der Liste zugeordnet. Zur Weitergabe dienen die Berichte der Varianten oder eine Worst-Case-Kombination.

13.3 Worst-Case-Kombination

  1. In derselben Auswahl 2 bis 5 Versionen wählen und „Kombinieren (Worst-Case)“.
  2. „Name der neuen Version“ prüfen (höchstens 100 Zeichen) und „Version erzeugen“. Bei großen Simulationen dauert das ein bis zwei Minuten; danach öffnet sich der Bericht.

Die Kombination zeigt für jeden Zeitpunkt und Betrachtungspunkt die ungünstigsten Werte aller gewählten Varianten, etwa um mehrere mögliche Modultypen oder Ausrichtungen abzudecken, solange die Ausführung offen ist.

Größe Regel
Zeitpunkt mit Blendung wenn er in mindestens einer Variante alle aktiven Filter besteht
Leuchtdichte größter Wert der Varianten
Beleuchtungsstärke Summe der Flächen je Variante, davon die größte; nie über Varianten addiert
Abstand zur Blickachse kleinster Wert der Varianten
verdeckt, außerhalb des Sichtfelds, verschattet, spiegelnder Anteil je Variante, wie berechnet

Die Filter prüfen jede Variante für sich: Ein Zeitpunkt besteht nie mit der Leuchtdichte der einen und der Beleuchtungsstärke einer anderen Variante. Kennzahlen und Filter wirken sonst wie bei einer einzelnen Simulation. Die Reflexionskarte im Jahresmodus zeigt je Richtung den ungünstigsten Wert aller Varianten. Kombinationen, die vor dem 12.10.2026 erzeugt wurden, sind neu zu kombinieren. Karten und Flächenzeichnung folgen der zuletzt angelegten gewählten Variante; das Kapitel der PV-Flächen listet die abweichenden Parameter je Version.

13.4 Worauf achten

  • Nur Varianten eines Batch-Laufs lassen sich vergleichen und kombinieren; unabhängig simulierte Versionen nicht.
  • Die Kombination ist eine obere Abschätzung, kein baulich realisierbarer Zustand.
  • Quellversionen nicht löschen: Bei Punkten mit sehr vielen Reflexionen werden Tageswerte aus den Quellen nachgerechnet; ohne sie geht das nicht mehr.
  • Abbruch eines Batch („Batch abbrechen“): fertige Varianten bleiben, nicht gestartete werden erstattet, der Token der laufenden nicht. Eine gescheiterte Variante wird erstattet, die übrigen rechnen weiter.
  • Ältere Simulationen ohne die nötigen Daten lehnt die Kombination ab; sie sind neu zu simulieren.
  • Kombination belegt Speicher in der Größe der Quellen.
Details: Bezug zu den Leitfäden

LAI (zitiert nach der Licht-Leitlinie Brandenburg vom 16.04.2014, Nr. 8.5) und OVE R 11-3:2016, Abschnitt 12 (S. 16) nennen als Minderung u. a. Änderung von Ausrichtung und Neigung, Module mit geringem Reflexionsgrad (LAI), Sichtschutz bzw. Abschattung der Sichtachse und einen anderen Aufstellungsort. Ausrichtung, Neigung und Modultyp lassen sich per Batch-Analyse untersuchen, Sichtschutz als Hindernis (Kap. 10.1) und ein anderer Standort in eigenen Versionen.

Nach OVE R 11-3, Abschnitt 12 sind entspiegelte, strukturierte oder prismierte Gläser keine geeignete Maßnahme (S. 16). Ein Modultyp-Vergleich zeigt den rechnerischen Unterschied; ob er als Minderung anerkannt wird, richtet sich nach dem angewandten Leitfaden. Ein Verfahren für Variantenvergleich oder Worst-Case schreiben beide nicht vor (Kap. VI.1 bis Kap. VI.4).