Kurz gesagt
Die Adresssuche führt die Karte zum Standort; der Projektbereich legt danach fest, wo die PV-Flächen liegen dürfen (Kreis mit 3 km Radius). Grundkarten wie amtliche Luftbilder dienen als Vorlage zum Einzeichnen. Das Menü „Messen“ misst Abstände und Richtungen auf der Karte.
5.1 So geht's
- Im Menü „Adresssuche“ eine Adresse oder Koordinaten eingeben. Koordinaten in Dezimalgrad mit Dezimalpunkt, Breite zuerst: „48.1351, 11.5820“ oder „48.1351 11.5820“.
- Im Menü „Projektbereich“ mit „Mittelpunkt vom Projektbereich festlegen“ den Mittelpunkt grob in die Mitte der geplanten PV-Flächen setzen und bestätigen.
- In den „Projekteinstellungen“ die vorgeschlagene „Zeitzone“ prüfen und „Übernehmen“; die vorbelegte Höhendatenquelle im Menü „Höhendaten“ prüfen.
- Unter „Karte“ die Grundkarte wählen, bei Bedarf unter „Overlays“ einen Plan als Vorlage auflegen.
Bis der Projektbereich festgelegt ist, sind alle übrigen Menüs und Kartenknöpfe gesperrt.
5.2 Projektbereich
Der Projektbereich ist ein Kreis mit 3 km Radius um den Mittelpunkt und gilt für alle Versionen (Kap. 4). Alle PV-Flächen müssen darin liegen; Betrachtungspunkte, Hindernisse und Ausschlussbereiche dürfen außerhalb liegen. Er bestimmt außerdem den Vorschlag für die Zeitzone, die verfügbaren Grundkarten und den Ausschnitt eines eigenen oder amtlichen Geländemodells (Kap. 6). Beim Festlegen werden die Quellen der Höhendaten und die Grundkarte vorbelegt.
5.3 Zeitzone
Die „Zeitzone“ wird in den Projekteinstellungen gewählt (UTC−12 bis UTC+14, auch Zonen mit halben und Dreiviertelstunden wie UTC+5:30 oder UTC+5:45) und je Version gespeichert; ohne sie startet die Simulation nicht. Alle Zeitangaben in Simulation und Bericht sind Normalzeit / Standardzeit dieser Zone; Zeitumstellungen werden nicht berücksichtigt. Gilt am Standort eine Sommerzeit, entspricht die örtliche Uhrzeit in diesen Monaten der angegebenen Zeit zuzüglich einer Stunde (Standardzeit).
Die Zone wird für den Mittelpunkt des Projektbereichs ermittelt, ersatzweise aus der geografischen Länge geschätzt (Länge ÷ 15°, gerundet). Dieser Vorschlag ist zu prüfen, weil die Grenzen der Zeitzonen nicht den Längengraden folgen.
5.4 Grundkarten
Zur Wahl stehen „Amtliches Luftbild“, „Google Satellit“ und „Google Karte“ (Straßenkarte). Das amtliche Luftbild ist das Orthophoto der neuesten Befliegung aus Deutschland (alle 16 Länder), Österreich (basemap.at) und der Schweiz (swisstopo), sofern am Mittelpunkt des Projektbereichs ein Dienst Bilder liefert; es ist dann voreingestellt, sonst „Google Satellit“. Die Wahl wird mit der Version gespeichert. Ist der amtliche Dienst nicht erreichbar, zeigt die Karte vorübergehend „Google Satellit“; die gespeicherte Wahl bleibt erhalten. Der Bericht übernimmt die Grundkarte der simulierten Version; dort lässt sie sich für alle oder einzelne Karten umstellen (Kap. 14).
5.5 Karten-Overlays
Ein Overlay legt einen Plan als Bild über die Karte, etwa einen Lage- oder Bebauungsplan, als Vorlage zum Zeichnen; in die Simulation geht es nicht ein. Formate sind PDF (nur die erste Seite), JPEG und PNG, höchstens 30 MB je Datei und je Projekt zusammen. Overlays gehören zum Projekt und erscheinen in allen Versionen. „Positionieren“ blendet Griffe zum Verschieben, Skalieren und Drehen ein; „Skalieren über 2 Punkte“ richtet über zwei Passpunkte (je ein Punkt im Bild und sein Gegenstück auf der Karte) Lage, Drehung und Maßstab aus. Eine Entzerrung ist nicht möglich. Im Bericht sind Overlays voreingestellt aus und lassen sich unter „Karten-Overlays“ einzeln einschalten (Kap. 14).
5.6 Messen
„Neue Messung“ setzt mit jedem Klick einen Punkt, höchstens zehn; Doppelklick oder Enter schließt ab, Esc bricht ab. Messungen werden mit der Version gespeichert und gehen nicht in Simulation und Bericht ein.
Angezeigt werden je Abschnitt die Distanz (waagerecht, Großkreis auf der Kugel) und der Azimut (0° = Nord, im Uhrzeigersinn), ab drei Punkten die Gesamtdistanz. Höhenunterschiede, Schrägabstände und Flächen werden nicht gemessen.
5.7 Worauf achten
- Projektbereich nur einmal: Er lässt sich nicht verschieben; ein falsch gesetzter Bereich erfordert ein neues Projekt. Anlagen mit größerer Ausdehnung als 3 km Radius lassen sich nicht in einem Projekt erfassen.
- PV-Flächen außerhalb werden beim Zeichnen und beim KML-Import abgelehnt. Eine nachträglich über den Rand verschobene Fläche lehnt erst der Simulationsstart ab.
- Koordinaten: Eine Eingabe mit Dezimalkomma („48,13 11,58“) wird als Adresse gesucht. Grad, Minuten und Sekunden werden erkannt, wenn jede Angabe Sekunden und Himmelsrichtung trägt (48° 8' 6.36" N, 11° 34' 55.20" E).
- Geschätzte Zeitzone: Die Schätzung aus der geografischen Länge ergibt immer eine ganze Stunde von UTC−12 bis UTC+12; Zonen mit halben oder Dreiviertelstunden sowie UTC+13 und UTC+14 sind dann von Hand zu wählen.
- Luftbilder zeigen den Stand der Befliegung; hohe Objekte können seitlich versetzt erscheinen. Für die Rechnung gelten die eingegebenen Koordinaten, nicht das Bild.
- Overlays sind nur so genau wie die beiden Passpunkte und der Plan; verzerrte Pläne lassen sich nur näherungsweise ausrichten.
Details: Darstellung und Bedienung
Zwei Einstellungen unter „Darstellung & Bedienung (optional)“ in den Projekteinstellungen gelten je Browser und werden nicht mit dem Projekt gespeichert:
| Einstellung | Wirkung | Voreinstellung |
|---|---|---|
| „Labels automatisch entzerren“ | rückt überlappende Beschriftungen von Betrachtungspunkten auseinander | ein |
| „Objekte verschiebbar“ | erlaubt, ganze PV-Flächen, Hindernisse, Ausschlussbereiche und Messungen mit der Maus zu verschieben; Eckpunkte bleiben immer bearbeitbar, Betrachtungspunkte immer verschiebbar, gesperrte Objekte bleiben fest | aus |